Abb. Wundrose (Schwellung und Rötung) bei einem zu Allergien und Unverträglichkeiten neigenden Mann
Angeblich soll sie auf eine Streptokokken-Infektion zurückgehen. In diesem Fall war sie infolge von Medikamenten-Einnahme aufgetreten

Was hinter allergischen Symptomen steckt

Alle Arten von überschießenden Reaktionen wie Heuschnupfen, Husten-, Juckreiz, Hautausschläge oder auch
häufiger Harn- oder Stuhldrang stellen Versuche der Selbstheilungskräfte dar, Toxine oder andere belastende Substanzen auszuscheiden. Insofern weisen solche störenden Symptome auf intakte, aber überforderte Abwehrkräfte hin, wenn sie nicht zu einer längerfristigen Heilung führen.
Wenn derartige Symptome kaum verschwinden oder regelmäßig wieder auftreten, sehe ich hierin einen Hilferuf der überforderten Selbstheilungskräfte nach einem Impuls, der ihnen hilft, sich aus der Verstrickung der ständigen Wiederholung zu lösen, um sich wieder frei entfalten und ihre Funktion erfüllen zu können.

Häufig begegnen mir nicht verschwinden wollende Atemwegsbeschwerden bei Kindern, die Mehrfach-Impfungen wie Priorix (Masern/Mumps/Röteln) und Hexavac (Diptherie/Tetanus/Pertussis/Hämophilis influenza B/Hepatitis B) erhalten haben. Bevor ihr Organismus die Chance hatte, eine zelluläre Abwehr aufzubauen (d.h. T-Abwehrzellen), sind ihm hoch dosierte, kombinierte Impfstoffe aufgenötigt worden. Bis zur Impfung konnte sich nur die humorale Abwehr durch Antikörper im Blutplasma entwickeln. Hierdurch kommt die Entwicklung der Immunantwort vorzeitig zum Stillstand. Kein Wunder also, dass diese unterentwickelten Abwehrkräfte die aufgezwungenen Informationen nicht verarbeiten und die künstlich hervorgerufene Impfkrankheit nicht überwinden kann!

Fallbeispiel: Kind mit Lernproblemen und Überempfindlichkeits-Beschwerden

Anfang September 2009 lernte ich als Lerntherapeutin zunächst in der Schule, in der ich arbeitete, einen siebenjährigen Schüler kennen, der gerade die zweite Klasse besuchte. In der ersten Klasse hatte er einmal in der Woche Lernförderung erhalten, um lesen und schreiben lernen zu können. Nachdem er ein paarmal zu mir gekommen war, rief mich seine Mutter an, um mir mitzuteilen, dass sie mit ihren Sohn wegen eines Magen-Darm-Infekts zum Arzt gehen müsste und er deshalb nicht in meinen Deutsch-Unterricht kommen könnte.
Symptome
Der Junge litt wiederholt an Atemwegs- und/oder Magen-Darm-Infekten und machte insgesamt und auch psychisch einen empfindlichen Eindruck. Er war motorisch unruhig, feinmotorisch unkoordiniert und konnte nicht in entspannter Arbeitshaltung am Tisch sitzen. Wenn er eine schriftliche Übung erledigte, konnte er sie nicht gezielt und konzentriert, sondern nur fahrig bis zappelig ausführen. Ich musste darauf achten, dass er nicht das Thema oder Ziel und Zweck der Übung verfehlte. Er neigte auch dazu, sich schnell überfordert zu fühlen und zu ermüden. Kein Wunder, da grundlegende feinmotorische Abläufe nicht reibungslos funktionierten! Daher musste  er – um dies zu kompensieren – zusätzlich Energie aufbringen.
Psyche
Dabei war er – erstaunlicherweise – sehr umgänglich und höflich und außerordentlich darum bemüht, genauso so normal wie seine Schulkameraden zu sein und in keiner Weise aufzufallen. Außerdem war er vergesslich und nicht besonders ordentlich, aber sehr bedacht auf Sauberkeit, sofern es Essen, Trinken und seine Hände betraf. In einem fremden Trinkgefäß entdeckte er etwas, was ich nicht sehen konnte, und spülte es mehrfach aus. Bei einem kleinen Tintenkleks am Finger wusch er sich sorgfältig und mit einigem Aufwand die Hände, bevor er seine Arbeit fortsetzte.
Nach dem Ende meiner Tätigkeit in der Schule bat mich seine Mutter darum, ihn zu therapieren, da er vor allem beim Schreiben viele Fehler machte und sich nicht von ihr belehren und helfen lassen wollte.
Behandlung
Ich verordnete ihm Medorrhinum C 200, was zu seiner Empfindlich- und  Ängstlichkeit, seinen Rechtschreib- und Konzentrations-Problemen und seinem – feinmotorischem – Entwicklungsdefizit, aber auch zu seiner Umgänglichkeit, seiner Hilfsbereitschaft und Höflichkeit passte.
Essenz (Hauptthema) dieser Arznei: Breit gefächerte Persönlichkeit voller Gegensätze, die sich durch ihre Leidenschaft in Probleme bringt.

Ich löste zwei Globuli in Wasser auf und gab ihm einen Schluck davon zu trinken. Sobald er einen Schluck davon getrunken hatte, klagte er über Bauchschmerzen. Daher gab ich ihm Phosphorus C 200, das ebenfalls zu seiner Empfindlichkeit, Unruhe, Mangel an Energie, seiner Beeinflussbarkeit durch äußere Reize und Höflichkeit passte – wie zuvor in Wasser aufgelöst. Diese Arznei, die ich nicht auf Dauer als tiefgreifend wirksam erlebt hatte, behob seine Bauchschmerzen, und er wurde ein bisschen ruhiger, koordinierter und konzentrierter.

Da er das volle Impfprogramm mit allen in Frage kommenden Impfungen – außer der FSME-Impfung – erhalten hatte, begann ich darauf, die Impfungen zu antidotieren: Ich gab ihm dieselben Impfungen wie die, die er erhalten hatte, als homöopathisch aufbereitete Arzneien. Ich begann mit Diphterie/Tetanus/Polio C 200, die er im wöchentlichen Wechsel mit Masern/Mumps/Röteln C 200 je zweimal ein Globulus wöchentlich erhielt, zusätzlich zu Morgan Gärtner, eine Darmnosode. Diese, aus einem natürlich im Darm-Trakt vorkommenden Bakterium hergestellte homöopathische Arznei ähnelt in ihrem Wirkungsbereich Phosphor, hat sich aber weit mehr als dieses – genau wie die anderen Darmnosoden  als eine wirksame homöopathische Arznei erwiesen.
Erst als ich ihm das homöopathische Hexavac (Diphterie/Tetanus/Polio/Pertussis/Hämophilus influenzae B/Hepatitis B) verabreichte, sonderte der Junge auffallend viel grünen Schleim aus seiner Nase ab. Nachdem er diese reichliche Ausscheidung überstanden hatte, genas er von seinen zuvor wiederholt auftretenden Atemwegs- und Magen-Darm-Infekten.

Jede Krankheit hat ihren besonderen Sinn,
denn jede Krankheit ist eine Reinigung;
man muss nur herausbekommen, wovon.″

Christian Morgenstern

Dann verordnete ich ihm Luesinum, zuerst in C 200, dann wie auch die Impfnosoden in einer höheren Potenz, da es zu seiner Empfindlichkeit, Pingeligkeit, Sturheit, nächtlichem Aufstehen und am PC-Spielen sowie leichten Rechenproblemen passte.
Essenz dieser Arznei: Flucht in Eigensinn aus Existenzängsten und verlorener Hoffnung darauf, gesund zu werden.

Er hörte über Jahre auf zu kränkeln, und auch seine schulischen Leistungen besserten sich enorm. Seine Mutter berichtete mir hoch erfreut nach 2 – 3 Jahren, was für Leistungen er zu ihrem Erstaunen zu Stande gebracht hatte.

Mein Kommentar
Medorrhinum und Luesinum, zwei Erbnosoden (aus Produkten von Erbkrankheiten aufbereitete homöopathische Arzneien) passten gleichermaßen zu der Konstitution dieses Kindes und seinen Erbanlagen. Als ich ihm Medorrhinum gegeben hatte, war es ihm zuerst nicht optimal bekommen, weil seine Selbstheilungskräfte (SHK) durch die Impfbelastungen blockiert war. Ich verabreichte ihm Impfnosoden, aus Impfsubstanzen hergestellte Homöopathika. In der Folge konnten die SHK ihre Funktion erfüllen und die bestehende Blockade überwinden. Sobald das eintrat, klangen auch die Symptome des ursprünglich überempfindlichen Kindes ab.
Wenn mir die Entscheidung schwer fällt, ob ich einem Klienten Medorrhinum oder Luesinum gebe, und ich nicht sagen kann, für welche Arznei mehr oder wichtigere Faktoren sprechen, verordne ich mittlerweile die Kombination aus beiden Arzneien. In Fällen, die es erfordern, verabreiche ich heutzutage auch Kombinationen aus mehreren Arzneien. Diese Kombinationsarzneien wirken, richtig angewendet, bislang weit tiefer als die zuvor angewandten, einzelnen Arzneien.

 

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