Während klassische Homöopathika bei oberflächlichen Verletzungen mitunter für wirksame Hilfe sorgen können, liegt der Schwerpunkt der Nosodentherapie darüber hinaus darin, tief sitzende Beschwerden zu kurieren. Erfahren Sie nun, worin sich beide Behandlungsweisen unterscheiden und anschließend, worin sich beide jeweils bewährt haben!

Unterschied zwischen klassischer Homöopathie und Nosodentherapie

Zwischen den 2 Therapieweisen besteht die Gemeinsamkeit, dass man jeweils homöopathische Mittel, die geringfügig miteinander übereinstimmen können, verwendet. Beide unterscheiden sich jedoch wesentlich darin, nach welchen Grundsätzen man die meistens verschiedenen Arzneien einsetzt, wie Sie dieser Grafik entnehmen können:


Frühere Erfahrungen mit homöopathischen Mitteln

In der nächsten Übersicht habe ich zunächst bewährte Homöopathika, mit denen ich entweder direkt oder indirekt spezielle Erfahrungen gesammelt habe, aufgelistet:


Wundern Sie sich darüber, dass ich zu diesen Arzneien keine Gemütssymptome ausgeführt habe?
Das liegt nicht daran, dass nie derartige Symptome vorkamen, sondern daran, dass sie, wenn sie auftraten, nach kurzer Zeit verschwunden und kaum wieder aufgetaucht sind, wie es bereits Hahnemann, der Begründer der klassischen Homöopathie, selbst erlebt hat.

Gemütssymptome

Das änderte sich erst, als ich 2 sogenannte Erbnosoden, Medorrhinum und Luesinum, gewonnen aus dem Sekret von Erbkrankheiten (genetisch übertragbare Erkrankungen) Kindern, die unter Lern- und/oder Verhaltensauffälligkeiten litten, verabreicht habe. Bis etwa zum Jahr 2000, bevor die 3-fach-Impfungen zu 6- bis 8-fach-Impfungen aufgestockt wurden, sprachen die Schüler, die ich mit diesen Erbnosoden behandelte, so darauf an, dass sich zuvor mitunter dement wirkende Wesen auf einmal erstaunlich gereift auf ihre zu erledigenden Aufgaben konzentrieren konnten. Bei Medorrhinum trat dieser Effekt sogleich ein. Damit die Wirkung jedoch in voller Stärke anhielt, musste die Nosode spätestens nach 1 Tag wieder eingenommen werden. Bei Luesinum dauerte es zwar ein paar Stunden länger, bis es wirkte, dafür hielt das jedoch länger als 1 Tag an.

1. Fallbeispiel: Heilungsblockade eines Kindergartenkindes

Etwa 2009 lernte ich einen 5-jährigen Jungen, hier erneut Matti genannt, kennen. Bei ihm hatten bereits die vor mir behandelnden Homöopathen monate- bis jahrelang vergeblich versucht, das ständige Hüsteln und seinen Verlust an Vitalität und Lebensfreude, das nach seinen Impfungen mit 3 Monaten aufgetreten und seitdem nicht wieder verschwunden war, zu kurieren. Als ich ihm unter anderem das bis dahin bewährte Luesinum verabreichte, verschlimmerten sich einmal nachts seine Symptome auf eine Weise, dass es mir schließlich dämmerte, dass vor allem die Keuchhusten-Impfung seine Heilung blockierte.

Nachdem zuvor all die Matti verordneten klassischen Homöopathika ihm kein einziges Mal eine gesundheitliche Besserung verschafft hatten, überwand ich mich, ihm zu seinem Konstitutionsmittel die Keuchhusten-Nosode Pertussinum zu verabreichen, worauf seine heftigen Schleimhautsymptome endlich zurückgingen. Es dauerte eine Weile, bis ich verstand, dass Matti die Nosode Luesinum nur deshalb nicht sogleich bekommen war, weil er zusätzlich neben weiteren ausleitenden Impf- bzw. Erregernosoden Pertussinum benötigt hatte, um die bei ihm bestehende Heilungsblockade überwinden zu können.


Chronisches Krankheitsgeschehen

Als Mattis Schleimhautbeschwerden nicht auf die nach dem Ähnlichkeitsprinzip verordneten klassischen Homöopathika ansprachen, stellte sich heraus, dass sein Krankheitsgeschehen sich auf einer tieferen Ebene abspielte, und es angesichts der Hartnäckigkeit, mit der es allen Behandlungsbemühungen widerstanden hatte, bereits chronische Ausmaße angenommen hatte. Erst als ich von der klassischen Homöopathie zur Nosodentherapie überwechselte und Matti vor allem mit der Erregernosode Pertussinum behandelte, in der Hoffnung, ihn damit endlich von seinen Keuchhusten-Impfsymptomen befreien zu können, ließen sich seine Selbstheilungskräfte aktivieren.

Beheben weiterer Heilungsblockaden

Nach und nach stieß ich auf weitere Heilungshemmnisse, für die ich jeweils nach dem Gleichheitsprinzip die entsprechenden Arzneien verordnen musste, um sie beheben zu können. Indem ich zum Beispiel eine homöopathische Combi aus Schilddrüsensubstanzen und dem Medikament L-Thyroxin, ein Nachbau des Schilddrüsenhormons T 4, zusammenstellte, gelang es mir bei vielen Klienten, die unter Schilddrüsenunterfunktion litten, den dadurch entstandenen Zirkulationsstau aufzulösen. Dafür musste ich eine Voraussetzung erfüllen: Ich musste es schaffen, auch die übrigen Blockaden (Siehe dazu die nächste Grafik!) durch Arzneien, die ich nach dem Prinzip, Gleiches durch Gleiches zu kurieren, einsetzte, abzuwenden.

Im Gegensatz zu den grobstofflichen Medikamenten, die unser Hauptstoffwechselorgan, die Leber, durch ihren Abbau überlasteten und dadurch eine oft schon bestehende Regulationsstarre noch verstärkten, bewirkten die von mir verabreichten Heilmittel das Gegenteil:
– Ein nachgebautes Gallensäure-Präparat reinigte und aktivierte die in der Regel durch Gallengrieß, winzigen Ausfällungen im Gallensekret, verstopfte Leber und machte dadurch
– den isopathisch (gleichartig) verordneten Homöopathika den Weg dafür frei, dass sie ihre Rundumwirkung entfalten konnten.


2. Fallbeispiel: Extremläuferin mit verschiedenen Heilungsblockaden

Als ich die sehr sportliche Patientin, die ich hier erneut Franzi nenne, mit Mitte 50 kennen lernte, hatten ihr seit ihrer Kindheit nach und nach verschiedene massive Leiden zu schaffen gemacht:
– Epilepsie,
– Atemwegs-,
– gynäkologische Beschwerden sowie
– Bewegungsapparat-Handicaps.

In dieser Tabelle habe ich die von Franzi aufgelisteten Symptome gekürzt eingetragen:


Franzis früherer Behandlungsverlauf

Obwohl sie mit homöopathischen Arzneien und einer Unmenge Nahrungsergänzungsmitteln versucht hatte, ihr Krankheitsgeschehen in den Griff zu bekommen, hatten ihre Beschwerden sich unaufhaltsam verschlimmert. Das wies darauf hin, dass diese Vorgehensweise dazu beigetragen hatte, anstatt ihre Leber zu reinigen und zu aktivieren, sie weiter zu belasten und ihren Stoffwechsel zusätzlich zu hemmen. Um den chronischen Verlauf noch abwenden zu können, riet ich ihr, anstelle der kontraproduktiv wirkenden Schadmittel nur die von mir verordneten, für die Therapie chronischer Erkrankungen benötigten Heilmittel, isopathisch eingesetzte Homöopathika und ein Gallenmittel, einzunehmen.


Franzis jetziger Behandlungsverlauf

Der nächsten Tabelle können Sie entnehmen, wie Franzis sich zuvor teils offensichtlich und teils unterschwellig zuspitzende Beschwerden auf meine Kombitherapie angesprochen haben:


Unterschied zwischen akuter und chronischer Behandlung

In diesem Beitrag habe ich Ihnen zuerst von der Therapie von akuten Beschwerden berichtet – daran zu erkennen, dass sie unmittelbar zuvor aufgetreten sind und sich nicht erst vor allem als Folge einer durch Gallengrieß in ihrer Funktion beeinträchtigten Leber entwickelt haben. Die in der 1. Tabelle aufgeführten Anwendungen, die sich unterhalb der oberflächlichen Haut- und Schleimhautebene befanden, wie vor allem Verdauungsstörungen, Nervenschmerzen und Knochenverletzungen, habe ich, nachdem ich von der klassischen Homöopathie zur Nosodentherapie übergewechselt bin, weit effizienter dadurch behandeln können, dass ich dafür nicht ähnliche, sondern ausreichend gleichartige Homöopathika sowie das erwähnte Gallenmittel eingesetzt habe.

Da die Leber direkt und indirekt in unserem Stoffwechsel Hauptfunktionen erfüllt, ist sie stets daran beteiligt, wenn eine Heilungsblockade eintritt. Erst wenn es der hier skizzierten Kombitherapie gelingt, unser Hauptstoffwechselorgan in Gang zu setzen, kann es – wie bei Franzi geschehen – endlich seine Aufgaben erledigen und Genesen bewirken.

Während bei oberflächlichen Verletzungen wie beispielsweise Verbrühungen und Stichverletzungen klassische Homöopathika nicht selten das beginnende Krankheitsgeschehen imposant abgewandt haben, sprachen schon länger bestehende Erkrankungen wie auch Mattis sich äußerst hartnäckig haltende Infektsymptome erst auf meine umfassende Kombitherapie an. Um effizient vorgehen zu können, empfehle ich daher, zwischen akutem und chronischem Krankheitsgeschehen zu unterscheiden und die entsprechende Vorgehensweise zu wählen.

Weitere Informationen können Sie meinen Beiträgen
Warum ich von der klassischen Homöopathie zur Nosodentherapie übergewechselt bin und
Schrittweise Entwicklung meiner bewährten Nosodentherapie
entnehmen.


Bildnachweis:
Abbildung 1 und 4 (Symbolfoto): Quelle: https://pixabay.com/de/
Abbildung 5 und 9: Vorlage: Quelle: https://pixabay.com/de/

Wünschen Sie weitere Informationen?

Sie haben die Wahl:

1. Sie können entweder bei mir einen Beratungstermin buchen (30 Minuten für 25,00€) – am besten teilen Sie mir das per Mail (Meine Anschrift: info@homoeopathie-post.de) mit – oder

2. Sie können sich mit Hilfe meiner Werke weiter informieren:
Die Anwendung und Zusammenstellung von Nosoden sowie weitere Maßnahmen, die wir für unser Genesen benötigen, habe ich in meinen Büchern, die Sie per Mail oder Telefon (06438/ 922 941 oder 0160/ 44 555 97) bestellen können, ausführlich beschrieben. Darin finden Sie zum ersten Mal ein Verordnungskonzept, das die Chance bietet, die jeweils individuell benötigten Therapie-Bausteine zu kombinieren.

Möchten Sie die von mir eingesetzten, praxiserprobten Arzneien testen?

Wenn Sie mir das kurz mitteilen, werde ich Ihnen eine Auflistung der von mir erhältlichen Testsubstanzen zusammen mit weiteren Informationen senden.

In meiner Reihe
Mit Nosoden ursächlich wirksam kurieren
habe ich 3 Werke verfasst:

1. Teil 1 : Theorie
2. Teil 2 : Arzneien
3. Teil 3 : Psyche und Konstitutionsmittel

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert