In diesem Beitrag erfahren Sie, wie sich eine erfolgreiche Konstitutionstherapie in psychischer Hinsicht auswirkt.

Eine tiefgreifende homöopathische Therapie, die versucht, auf die für die Entwicklung und Entfaltung eines Menschen schädlichen Einflüsse einzuwirken und abzubauen, bezeichnet man als Konstitutionstherapie. Solch eine Therapie verfolgt das Ziel einem Menschen zu helfen, seine Balance zu finden und sich selbst zu verwirklichen.
Eine meiner Klientinnen hat dies spontan so formuliert: „Jetzt kann ich endlich der Mensch werden, der ich immer sein wollte.″

Der Erfolg solch einer Therapie misst sich daran, ob sie es vermocht hat, dem Betroffenen zu helfen, sich seiner Probleme bewusst zu werden. Dieses Kriterium ist höher zu bewerten als das Abklingen physischer Beschwerden. Wenn z.B. ein sehr verhaltensauffälliger Schüler aufhört, unter Heuschnupfen und anderen lästigen körperlichen Beschwerden zu leiden, so kann man dies allein noch nicht als eine erfolgreiche homöopathische Therapie bezeichnen.

„Du kannst nur lernen, dass du das,
was du suchst, schon selber bist.
Alles Lernen ist das Erinnern an etwas,
das längst da ist und nur auf Entdeckung wartet.
Alles Lernen ist nur das Wegräumen von Ballast,
bis so etwas übrig bleibt wie die leuchtende innere Stille,
bis du merkst, dass du selbst der Ursprung von Frieden und Liebe bist.“

Sokrates   

Als der erwähnte Schüler jedoch begann, genau zu beschreiben, wie er sich verhalten und seine Mitschüler provoziert hat und sogar sagte. dass er verstehe, warum sein Verhalten anderen auf die Nerven gehe, erkannte ich, dass die Behandlung den richtigen Verlauf nahm und der Heilungsprozess eingesetzt hatte. Nach diesem entscheidenden Durchbruch dauerte es infolge der natürlichen Entwicklung beim Heranwachsen noch einige Zeit, bis dieser Schüler, dem ich jeweils die erforderlichen Homöopathika verordnete, die an ihn gestellten Erwartungen und Leistungen insgesamt zu erfüllen vermochte. Letzten Endes überraschte er jedoch seine Eltern und mich mit einem prima Schulabschluss. Zusammen mit der Mutter atmete ich auf, als ihr Sohn, der sich zunächst selbst im Wege gestanden und mit sich und der Welt gehadert und angelegt hatte, sich aus dieser Art der Selbstverstrickung befreit und zu einem umgänglichen und selbständigen jungen Mann entwickelt hatte.

Hierbei spielten die körperlichen und geistig-psychischen Veränderungen während der Pubertät eine entscheidende Rolle. In dieser Zeit, in der Psyche und Geist erst heranreifen, vermag die homöopathische Behandlung vor allem mit Nosoden*, Jugendlichen, die sich damit schwer tun, zu helfen, die notwendigen Entwicklungsschritte leichter und selbstverständlicher zu vollziehen und dazu beizutragen, dass sie ihre Balance finden und sich selbst verwirklichen können.

Als Konstitutionsmittel bei Jugendlichen, denen es an Zuversicht mangelt, die mit sich selbst und der Welt hadern, sich abkapseln und keinen Sinn darin sehen, sich mit ihrer Umwelt zu arrangieren, haben sich vor allem Erbnosoden* wie z.B. Luesinum und Medorrhinum bewährt. Luesinum stellt eine sehr wirkungsvolle Arznei dar, die häufig die Unterstützung von dem weniger wirksamen Medorrhinum benötigt.

*Bei Nosoden handelt es sich um aus besonderen Ausgangsstoffen hergestellte, homöopathische Arzneien.
Nach Auffassung von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie – gehen  Erbnosoden auf Sekrete zurück, die Erbkrankheiten entstammen.
Daher der Name ErbNosoden.

 

Abb. 1:  S. Hofschlaeger http://www.pixelio.de
Abb. 2:  https://pixabay.com/de/

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