In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie sich selbst bei einer Vergiftung helfen können.

Fallbeispiel: Gürtelrose-ähnliche Symptome

Eine mir seit 2008 bekannte Patientin rief mich an, weil sie seit 2 Tagen unter einem roten, stark juckenden Ausschlag am ganzen Körper und einem wunden Gefühl im Magen, das sich über den Rücken bis zu den Schulterblättern hochzog, litt. Die Beschwerden hatten mit quälenden Magenschmerzen begonnen.

Ich habe mich so schlecht gefühlt … ein richtiger Notstand, es juckte immer mehr ..habe mich mit Fingernägeln gekratzt“, berichtete sie  Der Ehemann habe Gürtelrose in Verdach. Dazu passen die geschilderten Symptome aber nicht. Besonders schlimm sei es abends und nachts. Das könne aber auch durch ihren Stress bei zwei Todesfällen in ihrer Familie zusammenhängen, der sich besonders abends bemerkbar machen würde.

Meine Frage: Hatten Sie eine allergische Reaktion auf Pflanzen?

Ihre Antwort:
Ich habe vor 2 Tagen Blätter von einer kleinblättrigen Petunie gezupft und mir verwundert gedacht: Die riecht aber schlecht.

Der schlechte Geruch sei ihr noch einmal aufgefallen. Da die Patientin erst nach 2 Tagen reagiert hat und unter Haut- und Magenschleimhautsymptomen leidet, vermute ich eine Intoxikation (Vergiftung) durch Einatmung von Petunien-Molekülen. Die nächtliche Verschlimmerung passt zu meinem Verdacht, da es sich bei der Petunie um ein Nachtschattengewächs handelt, für das eine nächtliche Verschlimmerung und Haut- und Schleimhautsymptome typisch sind.
 
Ich möchte der Patientin angesichts des für sie unerträglichen Zustandes eine schnelle Linderung verschaffen und rate ihr, eine Eigennosode herzustellen. Dazu soll sie ein Petunienblatt in einem Glas zerstoßen, in Wasser einlegen und danach den Glasinhalt ausschütten. Bei diesem Vorgang bleibt, als Film verteilt, ein Tropfen Wasser innen auf der Glaswandung zurück. Dann soll sie das Glas wieder halbvoll mit Wasser füllen, 10 x verschütteln, wieder ausschütten und auffüllen und diesen Vorgang insgesamt mindestens 12mal wiederholen. Sie würde hierdurch zumindest eine D 12-Potenz herstellen. Da erst ab der 23. Potenz in einer homöopathischen Arznei keine Ursubstanz mehr vorhanden ist, worauf sie wiederum allergisch reagieren könnte, riet ich ihr, die Lösung nach Möglichkeit entsprechend weiter zu potenzieren.

Behandlungsverlauf

Noch zweimal traten, nachdem sie tagsüber verschwunden waren, nächtliche Symptome auf. Als die Patientin dann die selbst hergestellte Arznei absetzte und wieder ihr das von mir früher verordnete Konstitutionsmittel Carcinosinum cum Cuprum einnahm, fühlte sie sich völlig genesen.

 

Abb. 1: Sigrid Roßmann http://www.pixelio.de
Abb. 2: https://pixabay.com/de/

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