Zu niedriger Blutdruck begegnet mir ähnlich häufig wie zu hoher Blutdruck. Ärzte halten ihn eher für positiv, als Gefäße schonend. Anders als sie habe ich erlebt, dass er hinter bestimmten Beschwerden steckt und eine Heilungsblockade hervorrufen kann. Erfahren Sie nun mehr darüber, wann und wie er zu behandeln ist und was dabei zu beachten ist.

Manch ein Medikament gegen niedrigen Blutdruck und Kreislaufschwäche haben vor allem Sportler dazu verwendet, um ihre Leistung zu steigern. Das trifft z.B. auf Etilefrin® zu. Daher hat es die World Anti-Doping Agency auf Liste der Stimulanzien gesetzt, die während sportlicher Wettkämpfe nicht eingesetzt werden dürfen.

Eine Patientin hat mir eine Tablette Etilefrin® zugesandt, um daraus eine homöopathische Arznei herstellen zu lassen. Diese Arznei verwende ich, um sowohl die Belastung durch eingenommene Medikamenten-Toxine zu verringern als auch um Kreislaufstörungen zu kurieren.

Kreislaufschwäche

Nach meiner Erfahrung sollte der Blutdruck mindestens 115/65 mmHG betragen. Selbst bei diesem Blutdruck können sich folgende Symptome bemerkbar machen:

Schwäche, Schwindel, auffällige Müdigkeit, Flimmern und Schwarzwerden vor den Augen bis hin zur Ohnmacht. Bei Senioren treten derartige Symptome oft auf, weil sie Medikamente, insbesondere blutdrucksenkende Mittel, eingenommen haben. Aber nicht nur als Nebenwirkung von Medikamenten können Zirkulationsstörungen vorkommen. Oft hängen sie mit einer Schilddrüsenfunktionsstörung, meistens mit einer Schilddrüsenunterfunktion und hin und wieder auch mit einer -überfunktion, zusammen. Nicht selten begegnen sie mir bei Patientinnen, die unter Hashimoto leiden. Bei einer Hashimoto-Patientin maß man morgens einen Blutdruck von nur 80/60 mmHg – ein Wert, der nach sofortiger Abhilfe verlangt! Bei einem so niedrigen Blutdruck muss ich eine der Arzneien, die ich gleich vorstellen werde, verordnen. Ansonsten bleibt eine Heilungsblockade bestehen.

Nur wenn ich die Kreislaufschwäche und ihre Ursachen umfassend mit Hilfe von besonderen Homöopathika, auch Nosoden genannt, behandle und die Betroffenen weitere, erforderliche Maßnahmen einhalten, besteht die Chance, sie in den Griff zu bekommen.

Bei jungen Menschen reichte dazu in der Regel eine gesamtheitliche Behandlung mit Nosoden aus. Bis auf seltene Ausnahmen sprachen die so Behandelten auffallend gut auf die Therapie an. In den abweichenden Fällen hatten die beiden Jungen, unter anderem wegen Rheuma, viele Medikamente verabreicht erhalten. Daher benötigten sie so wie einige, ebenfalls reichlich vor allem mit Medikamenten-Toxinen belasteten Erwachsenen neben Nosoden zusätzliche Maßnahmen. Auf die Behandlung in solchen Fällen werde ich im übernächsten Abschnitt zurückkommen.

Für Behandlung erhältliche Nosoden

Etilefrin®, auch Effortil® (effort, engl. = „Leistung“) genannt, kann man als homöopathisch aufbereitete Nosode noch nicht generell im Handel erwerben. Um speziell Kreislaufschwächen zu kurieren, kommen noch andere Nosoden, wie vor allem Ephedrinum (hydrochloricum) und Adrenalin, in Betracht.

Diese beiden beziehbaren Homöopathika gehen in der Regel nicht auf natürliche Wirkstoffe, sondern auf künstliche Nachbauten davon zurück. Bislang konnte ich nicht feststellen, dass sich beides in der Wirkung unterscheidet.

Das führe ich darauf zurück,

1. dass in den von mir verabreichten homöopathischen Hochpotenzen keine Ursubstanz mehr enthalten ist. Das tritt durch das wiederholte Verdünnen bei der Herstellung mit Wasser ab der Potenz D 23 ein;

2. scheinen unsere Selbstheilungskräfte, sobald wie ihnen möglich, jedem benötigten, halbwegs passenden Impuls zu folgen, um sich aus der Umklammerung durch ihre Gegenspieler befreien zu können.

Als Medikamente wirken die unterschiedlichen Substanzen in ähnlicher Weise stimulierend: Beide aktivieren das Herz, steigern den Blutdruck und erweitern die Bronchien. Ephedrin löst aber einen schwächeren Effekt aus als Adrenalin, der jedoch länger anhält als bei dem Hormonnachbau.

Ein ähnlicher Unterschied scheint auch für ihre homöopathischen Pendants (Entsprechungen) zu gelten. Die folgende Abbildung veranschaulicht, wie man aus einem Ausgangsstoff eine homöopathische Nosode herstellt.
Dazu gibt man z.B. einen Tropfen oder eine (halbe) Tablette in ein Gefäß, füllt dieses mit einer bestimmten Menge Wasser auf, lässt den Wirkstoff falls erforderlich auflösen, verrührt die Flüssigkeit und verschüttelt sie – entsprechend der gewählten Herstellungsweise – 10- oder 100-mal. Dann entnimmt man von der so gewonnenen 1. Potenz einen Tropfen und wiederholt den Vorgang von Verdünnen und Verschütteln stets von neuem so oft, bis man die gewünschte Potenz erzielt hat. In einem anderen Beitrag können Sie eine genaue Herstellungsanleitung finden.

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Behandlung in fortgeschrittenen Fällen

In weniger fortgeschrittenen Krankheitsfällen vermögen die so hergestellten Nosoden bei umfassender Verordnung, die Balance herzustellen. Je ausgeprägter und vielschichtiger sich die gesundheitliche Störung jedoch oft über Jahrzehnte entwickelt hat, desto eher sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich. Das hängt mit anatomischen Schwachstellen zusammen, die in unserem Organismus bestehen. Eine davon stellen die mit bloßen Auge nicht erkennbaren, winzigen Gallenwege in der Leber dar.
Bei Stoffwechselstörungen sowie ausgeprägter Toxinbelastung lagern sich Partikel von Abbauprodukten in ihnen ab und setzen sie zu. Wenn das passiert, hebelt das verstopfte Abfluss- und gleichzeitige Versorgungssystem unseren Stoffwechsel solange aus, bis sich der Stau vorübergehend etwas auflöst. Oft bleiben auch danach folgende, einander bedingende Störungen bestehen:



Solch ein Komplex (Zusammen-Auftreten) aus mehreren, miteinander verzahnten Stoffwechselstörungen verlangt nach einer besonderen Therapie-Kombination. Ohne eine selten durchgeführte, endoskopische Reinigung der Gallengänge können sich die Betroffenen gesundheitliche Besserung mit 2 Maßnahmen zusätzlich zur Nosodentherapie verschaffen. Das soll die folgende Abbildung verdeutlichen:

Zur Therapie von zu niedrigem Blutdruck können Sie zusätzlich zu Nosoden entweder Ephedrin oder Adrenalin allein oder beide homöopathischen Arzneien zusammen verwenden. Die energetisch wirkenden Nosoden vermögen zwar Störungen und Stauungen von beträchtlichem Ausmaß zu beheben, scheitern allein aber daran, Versteinerungen zu zersetzen. Das ändert sich, wenn man zusätzlich natürliche Gallensäuren. Um die Verstopfung der Gallengänge nicht zu verschlimmern, was bei dem in diesem Fall blockierten Leber-/Gallenstoffwechsel schnell geschieht, kommen die Betroffenen nicht umhin, nicht nur dieses Präparat einzunehmen, sondern auch ihre Ernährung auf die Stoffwechsel gerechte Paleo-Diät umzustellen.
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Behandlungsverläufe

Eine derartig umfassend Behandlung hat sich bislang bewährt und den Betroffenen Abhilfe von ihren Beschwerden verschafft. Mit Ausnahme von einem Fall:
Die betroffene Patientin (60) konnte wegen unerträglicher Migräne nicht auf die Einnahme von sehr starken Schmerzmitteln verzichten. Dadurch war – ähnlich wie bei Drogen – im Laufe von Jahrzehnten (!) eine Schmerzüberempfindlichkeit und Abhängigkeit entstanden. Als Folge davon konnten ihr die in anderen Fällen wirksamen Medikamenten-Nosoden nicht mehr helfen. Das hängt auch mit der besonderen Funktionsweise unseres Hauptstoffwechselorgans zusammen:
Wenn wir Medikamente einnehmen, aktivieren wir Enzyme vor allem in der Leber dazu
, die Substanzen umzuwandeln und sie über Nieren oder Galle ausscheidbar zu machen. Um uns eine gefährliche Vergiftung zu ersparen und uns am Leben zu erhalten, läuft  dieses von mir sogenannte Entgiftungsprogramm ab, wodurch andere wichtige Leberfunktionen zu kurz kommen.

In diesem Modus (Arbeitsweise) erfüllen Leber und Galle Stoffwechselaufgaben nur noch auf Sparflamme. Darunter leidet unter anderem die Bildung von Vitaminen und Hormonen, was unsere Selbstheilungskräfte (SHK) lähmt.
Insofern können wir den Krankheits-Teufelskreis nicht überwinden, solange wir Medikamente einnehmen. Dann können auch Nosoden nichts mehr ausrichten. Diese können ihre Wirkung nur entfalten, wenn sie die Chance erhalten, ungehindert unsere SHK aufzurichten.
Wenn man nicht auf die Einnahme von Medikamenten verzichten kann, vermag allenfalls die endoskopische Reinigung der Gallengänge, kombiniert mit Nosodentherapie und Paleo-Diät, einen Ausweg aus dem Dilemma ermöglichen.

Für all die anderen Fälle, in denen solch ein Eingriff nicht nötig war und Nosodentherapie, falls erforderlich kombiniert mit Paleo-Diät und Einnahme des Gallensäuren-Präparates, den Durchbruch bewirkten, hier ein markantes Beispiel:

Fallbeispiel

Eine Patientin, die auf die 50 zuging, litt nachts und morgens unter starkem Frieren bei einer Körpertemperatur von maximal 36 Grad und niedrigem Blutdruck von zum Teil unter 80/60 mmHg. Außerdem machten ihr Autoimmunerkrankungen*, bei denen sich angeblich Immunreaktionen gegen körpereigene Strukturen richten, zu schaffen:
–  
Hashimoto, eine Schilddrüsenentzündung, bei der T-Lymphozyten (weiße Blut-Abwehrzellen) Schilddrüsengewebe zerstören, und
–  
Lupus erythematodes (~ „rötlicher Wolf“), einem entzündlichem Rheuma, der Haut, Schleimhäute, Geschlechtsorgane und Harntrakt der Frau befallen und zur Bildung von Tumoren geführt hatte.

*(Hier stimme ich z.T. mit einer Leserin überein, die erwähnt hat, dass hinter solchen, in der Schulmedizin als autoimmun bezeichneten Reaktionen  in Wirklichkeit Viren stecken. Dazu ergänzen möchte ich, dass es sich noch um weitere Krankheitserreger, Toxine und andere Störfaktoren handelt, die Infektionen, Vergiftungen und Stoffwechselstörungen auslösen. Daraus ergibt sich ein Krankheitsgeschehen, das Schulmediziner unter der Rubrik Autoimmunerkrankungen einordnen.)

Diese Krankengeschichte ähnelt anderen Fällen, die ich behandelt habe. Zunächst sprachen die Betroffenen gut auf meine Behandlung mit der für sie zusammengestellten Arzneilösung aus Nosoden und Homöopathika, mit denen ich versuchte, all die oben erwähnten Störfaktoren in den Griff zu bekommen, an. Dann trat jedoch ein gesundheitlicher Einbruch mit Unwohlsein, Verdauungsstörungen und zum Teil auch blutigem Ausfluss auf. Die untersuchenden Fachärzte stellten Gallensteine und meistens auch Gewebeveränderungen wie z.B. Zysten oder Myome (Muskeltumore) an Eierstöcken, Eileitern oder Gebärmutter fest. Sie rieten den Frauen, sich die Gallenblase und mitunter auch die Gewebeveränderungen entfernen oder hormonell behandeln zu lassen.
Ich empfahl den Patientinnen ihre Ernährung auf Paleo-Kost umzustellen und
verordnete ihnen zur zusätzlichen Einnahme ein Gallensäure-Präparat. Bei der nächsten ärztlichen Untersuchung ergab sich folgendes: Die Gallensteine waren verschwunden und ebenso – wenn vorher vorhanden – auch die Gewebeveränderungen.
Dadurch bestätigte sich – vereinfacht dargestellt – folgender, von mir stark vermuteter und durch meine Nosodentherapie noch nicht genügend erfasster

Ursache-Wirkungs-Zusammenhang:


Bei den Betroffenen hatte sich die umfassende Behandlung als ursächlich wirksam erwiesen und neben Steinen und bestehenden Gewebeveränderungen auch das zuvor stark beeinträchtigte Allgemeinbefinden in Wohlgefallen aufgelöst. 

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