Viele Arzneien (ca. 80-90 %), die zu Beginn der Einnahme eine verblüffend starke Wirkung erzielen, hören plötzlich auf zu wirken – ein Phänomen, das schon Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, Kopfzerbrechen bereitete und vor dem man als Homöopath die Augen nicht verschließen und schönreden darf, wenn man leidenden Patienten helfen will.

Wer glaubt, dass die Welt uns erschafft, dass sie bestimmt,
was wir können und was nicht, der hält sich für klein und schwach.
Wer aber annimmt, dass wir die Welt erschaffen – gemeinsam und einzeln -,
der nimmt an Stärke zu.

Lewis Richmond, Arbeit und Spiritualität

In vielen Fällen kann man mit gut ausgewählten homöopathischen Arzneien überhaupt keine Linderung der Symptome bewirken und man tritt auf der Stelle. So erging es mir, als ich kurz nach meiner Heilpraktikerin-Zulassung einen fünfjährigen Patienten behandelte. Dieser Junge bekam regelmäßig trockene Hustenanfälle, die sich nachts sogar verschlimmerten. Ich versuchte es vergeblich mit Phosphorus, das zu seinem Typ zu passen schien, dann mit den Erbnosoden Tuberculinum und Luesinum. Bei Erbnosoden handelt es sich um bestimmte homöopathische Arzneien, die aus Körpersubstanzen, infiziert mit einer chronischen Erbkrankheit, hergestellt werden. Daher stammt der Begriff Erb-Nosode, wobei Nosos, griechisch, „Krankheit“ bedeutet. In ihrer hochpotenzierten Form enthalten die Nosoden natürlich keine Krankheitserreger mehr.

Auf der händerringenden Suche nach der passenden Arznei für den erwähnten Jungen fiel mir ein, dass ich von dem homöopathischen Arzt Donald Foubister im Internet gelesen hatte, dass – sofern möglich – die Behandlung einer Erkrankung mit einer aus dem entsprechenden Erreger hergestellten Arznei (Nosode) einen Versuch wert sei. Unsicheren, schweren Herzens entschloss ich mich nach gründlichem Abwägen, es mit der Keuchhusten-Nosode Pertussinum zu versuchen. Nach zig Arzneien, die der Junge schon vor meiner Behandlung bekommen hatte, ohne dass sie ihm halfen, hatte ich endlich ins Schwarze getroffen: Der Junge hörte auf zu husten.

Ermutigt durch den Austausch mit meiner Kollegin Christiane Petras, begann ich später, nach diesem Gleichheitsprinzip hauptsächlich Nosoden zu verordnen. Herkömmliche, aus Heilpflanzen hergestellte, homöopathische Arzneien setze ich entweder als Verletzungsarzneien ein (wie z.B. Apis mellificaArnicaLedum), als Stärkungsmittel (wie z.B. Avena sativa) oder als ausleitendes Drainagemittel (wie z.B. Solidago).

Hinweis:
Mittlerweile habe ich diese Vorgehensweise weiter entwickelt. Inzwischen verwende ich von den zuvor aufgezählten Homöopathika nur noch Verletzungsarzneien. Erschöpfungszustände behandle ich bereits bei meiner üblichen Therapie mit, indem ich von vornherein nach folgenden Krankheitsursachen suche:

•      Medikamenten-Belastungen
•      Genussmittel-Belastungen
•      Erreger-Belastungen
•      Schilddrüsenfunktionsstörungen
•      Leber-/Gallen-Funktionsschwäche
•      Mangel an Vitamin D oder anderen Hormonen oder Nährstoffen
•      zu hoher, zu niedriger Blutdruck
•      Nierenfunktionsschwäche oder Harnstau

Bei meiner Anamnese finde ich daher heraus, welche Belastungen bestehen und kann sie entsprechend kurieren – hautpsächlich mit den analogen, aus den belastenden Substanzen hergestellten Nosoden.

Da sich Nosoden in der Behandlung chronischer Erkrankungen als unverzichtbar und effektiv erwiesen haben
, wende ich neben Erbnosoden wie LuesinumMedorrhinum und Carcinosinum, genauer gesagt Carcinosinum cum Cuprum, Impf- und andere Krankheitserreger-Nosoden und vor allem aus Medikamenten hergestellte Nosoden wie z.B. CortisonumMorphinum, OpiumPenicillinum an.
Diese Impf- und Erreger-Nosoden benötige ich, um Heilungsblockaden zu beheben.
Dazu dienen unter anderem auch meine Schilddrüsen- und Blutdruck-Combis, die ich in den letzten Jahren entwickelt und für die ich ein Patent angemeldet habe.

Neben den Nosoden habe ich die Vorzüge von Sarkoden (Sarko = Fleisch), aus Körper-/Organsubstanzen gewonnene Mittel, entdeckt. Ich setze sie ein, um unseren Stoffwechsel in sein Gleichgewicht zu bringen: Z.B. rege ich, falls erforderlich, mit Thyreoidinum die Schilddrüsenfunktion und mit Pancreas/Pancreatinum die Bauchspeicheltätigkeit an. Bei dem unter anderem in meiner Schilddrüsen-Combi enthaltenen Thyreoidinum handelt es sich um eine Sarkode, die man aus tierischem Schilddrüsengewebe, das auch Schilddrüsenseket enthält, hergestellt hat. Pancreas/Pancreatinum geht auf Bauchspeicheldrüsen-Substanzen zurück.
Nach meiner Erfahrung haben sich bestimmte Sarkoden bei jedem Menschen als nützlich erwiesen, um vom Stoffwechsel vorgegebene Schwächen auszugleichen.

Foto 1:  DEKOTINA http://www.pixelio.de
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5 thoughts to “Wirksame homöopathische Arzneien

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