Von einer Reihe von Lebensmitteln wissen wir, dass sie uns schaden, wenn wir sie zu uns nehmen. Je nach gesundheitlicher Verfassung können sie uns weit heftigere Beschwerden bescheren als wir annehmen. Besonders dann, wenn wir schwächeln oder nach einer langen Krankengeschichte durch eine gesamtheitliche, homöopathische Behandlung endlich unsere lästigen Symptome losgeworden sind, sollten wir bestimmte Schadstoffe meiden. Erfahren Sie nun mehr über diese hormonell wirksamen, uns schnell krank machenden Substanzen.

Hormonell wirksame Substanzen in Lebensmitteln

Da ich häufig Menschen behandle, bei denen – zuvor mitunter nicht erkannte – Schilddrüsenfunktionsstörungen bestehen, stieß ich auf folgendes Phänomen (Auffälligkeit):
Bei ein paar Lebensmitteln dachten Patienten, die unter einer Schilddrüsenunterfunktion litten, durch Umsteigen auf angeblich gesunde Lebensmittel ihre Schilddrüsenfunktion zusätzlich zu meiner Behandlung verbessern zu können. Erstaunlicherweise geschah das Gegenteil!  Das erkannte ich daran, dass der erhöhte TSH-Wert, der zentrale Schilddrüsenwert, der normalerweise durch meine Behandlung vor allem mit Nosoden und anderen Homöopathika sinkt, stattdessen anstieg.

Das passierte zum Beispiel, als
1. ein Mann von normalem Brot zu Pumpernickel überwechselte,
2. ein Junge mehr Müsli als üblich verzehrte,
3. ein Mann von Fleisch auf Soja umstieg,
4. manche Patienten anstelle von anderen Beilagen reichlich Quinoa zu sich nahmen und
5. ein paar Patienten, die sich zuvor mit Paleo-Kost ernährt hatten, wieder kohlenhydrat- und stärkereiche, ihren Stoffwechsel belastende Lebensmittel aßen.

Umgekehrt besserte sich der Untersuchungsbefund (durch farbkodierte Doppler-Sonografie) sowie der TSH-Wert bei einer Patientin, bei der es zu einer Schilddrüsenüberfunktion sowie kalten und warmen Knoten in diesem Organ gekommen war. Zuvor hatte sie sich zusätzlich zur Nosodentherapie weitgehend mit Paleo-Kost ernährt und kein Leitungswasser, sondern gekauftes Quellwasser getrunken. Bei der darauffolgenden Untersuchung hielt es der Endokrinologe (Facharzt) nur noch für nötig, der Patientin eine Nachkontrolle jedes halbe Jahr zu empfehlen.

Warum war in den anderen, vorher genannten Fällen das Gegenteil geschehen?
In den Lebensmitteln, die viele Kohlenhydrate und einen hohen Stärkeanteil enthalten, kommen Prolamine, „biologisch minderwertige“ Speicherproteine („Eiweiße“) vor.
Bei Prolaminen handelt es sich um ein Kunstwort, das sich abgekürzt aus Prolin und Glutamin, 2 Aminosäuren, zusammensetzt. Während nur wenige von uns diesen Oberbegriff kennen, haben die meisten von uns schon einmal von Gluten, einer Untergruppe, die in Weizen vorkommt, gehört.


Laut Auffassung einiger Ernährungs-Fachleute vertragen sich diese Speicherproteine, die auch in Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Reis und Hirse stecken, nicht mit unserem, sich noch auf Altsteinzeitniveau befindenden Stoffwechsel. Unsere Vorfahren aus dieser Zeit haben noch nicht Ackerbau und Viehzucht betrieben und sich daher, anders als heute allgemein üblich, protein- und fettreich ernährt. Die folgende Abbildung gibt einen Überblick über die damals übliche Ernährung, die man heutzutage versucht, in der – nach dem Begriff für Altsteinzeit, „Paläolithikum“, genannten – Paleo-Kost nachzuahmen:


Nach Auffassung z.B. der amerikanischen Ernährungswissenschaftlerin Isabel de los Rios, deren Ausführungen ich in einigen Punkten zustimme, besteht bei uns allen eine verschieden ausgeprägte Glutenunverträglichkeit. Laut dem amerikanischen Alternativmediziner und Autoren Chris Kresser kann bei uns sogar eine generelle Getreideunverträglichkeit bestehen. Er meint, wir könnten selbst – besser als durch medizinische Tests – herausfinden, ob wir Getreide vertragen oder nicht, indem wir es eine Zeit lang nicht verzehren. Das kann ich bestätigen:

Eigene Erfahrung

Zufällig habe ich einmal einige Tage lang kein Getreide verzehrt. Dann aß ich wieder 2 Scheiben Roggenvollkorn-Knäckebrot ohne Hefe und siehe da: Keine halbe Stunde danach kam es mir so vor, als bräche mein Stoffwechsel ein. Ich fühlte mich auf einmal ganz verstopft. Das kannte ich von früher. Damals hatte es Tage bis fast eine Woche gedauert, bis mein Stoffwechsel aufhörte, mir Übelkeit und Krämpfe zu bescheren und wieder normal funktionierte.
Ein Zustand, in dem ich mich so Schach matt gesetzt und ausgeliefert empfand, dass ich ihn, nachdem ich mich vorher fit und wohl gefühlt hatte, nicht mehr erleben wollte. Daher fiel es mir nicht schwer, seit diesem Tag auf Getreide und auch Kartoffeln sowie Hülsenfrüchte, die ebenfalls viel Stärke enthalten und unseren Stoffwechsel aushebeln, zu verzichten. Wenn das passiert, arbeiten auch Leber und Schilddrüse nur noch auf Sparflamme.


Zur Gegenregulation schüttet die Hypophyse im Vorderhirn mehr TSH (= „Schilddrüsen stimulierendes Hormon“) aus, um die schwächelnde Schhilddrüse wieder fit zu machen. Folglich steigt der im Blut gemessene TSH-Wert an. Das passiert um so mehr, wenn auch die Leber ihre Stoffwechselfunktionen nur noch wenig erfüllt. Denn unser Haupt-Stoffwechselorgan sorgt dafür, dass sich ca. 60 % des Schilddrüsenhormons T4 in das weit wirksamere Schilddrüsenhormon T3 umwandelt. Wenn es schwächelt und daher der Schilddrüsenhormon-Spiegel weiter sinkt, setzt sich die Hypophyse um so mehr ein, durch vermehrtes Ausschütten von TSH den Mangel auszugleichen. Dadurch entgleiste in einigen der oben genannten Fälle dieser Wert so, dass er in enorme Höhen schnellte.
Das brachte mich dazu,
1. den Patienten zu raten, sich ihrem Stoffwechsel gerecht mit Paleo-Kost zu ernähren und
2. den Erwachsenen darunter, besonders wenn bei ihnen erhöhte Blutfettwerte aufgetreten waren, ein Gallensäure-Präparat zu empfehlen. Denn bei ihnen hatte ich folgenden Zusammenhang entdeckt:


Während Getreidepflanzen sich selbst zu ihrem Schutz mit Fraßtoxinen ausstatten, fügt die Lebensmittelindustrie bei der Verarbeitung weitere Schadstoffe hinzu, um den Geschmack zu verbessern, die Verarbeitung zu erleichtern und Haltbarkeit zu steigern. Dabei geht sie mitunter so gründlich vor, dass aus den geernteten Erzeugnissen künstliche Produkte entstehen. Davon bleiben auch angeblich natürliche Vollkorn-Backwaren nicht verschont. Außerdem reichern sich manche Toxine besonders in den Schalenanteilen an. Davon abgesehen wandelt sich Getreide im Körper zu Zucker (!) um. Wie auch pasteurisierte Milch, die keine Enzyme mehr enthält, durch die wir sie besser verdauen können, löst er Entzündungen aus. Diese beeinträchtigen noch zusätzlich die Funktion von Leber und Schilddrüse.

Ausweg aus dem Dilemma

In vielen Fällen konnte ich mit Hilfe meiner umfassenden Nosodentherapie Abhilfe schaffen, wenn die Patienten, besonders die Erwachsenen noch zusätzlich das erwähnte, Gallengrieß und auch Gallensteine auflösende Gallensäure-Präparat einnahmen und sich außerdem noch mit Paleo-Kost ernährten.
Einigen erging es so wie mir, und sie bekundeten, diese Ernährung bedeute keinen Verzicht, sondern einen Gewinn für sie!


Meine Ernährung sieht z.B. so aus wie die auf dem Foto abgebildete Süßspeise, nur dass ich sie mit anderen, biologisch hochwertigen Bestandteilen und weit einfacher und schneller als früher – mit den üblichen Zutaten – hergestellt habe. Darüber können Sie bald mehr von mir erfahren.

 

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