Da jeder Fall verborgene Tücken mit sich bringen kann, denke ich nie: Was für ein leichter Fall! PatientIn X… wird es schnell besser gehen und genesen.
Dennoch gehe ich an jeden Fall, außer die betroffene Person befindet sich in einem heiklen Krankheitsstadium, gelassen und zuversichtlich heran, da ich auf die Wirksamkeit der Therapie vertraue. Daher wunderte es mich bei einigen Patientinnen, dass sie trotz meiner umfassenden Verordnung nach 1 – 2 Monaten noch nicht gut auf meine Behandlung angesprochen hatten.

Fallbeispiel 1

In einem Fall hatte die Patientin, die ich hier Emma nenne, als Hauptbeschwerden Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Erschöpfung bei der geringsten Anstrengung, Leistungsverlust, Schilddrüsenunterfunktion mit vergrößerter Schilddrüse, Haarausfall und Übergewicht angegeben. Nach knapp 2 Monaten berichtete sie, dass sich diese Beschwerden noch nicht gebessert hätten.
Daher fragte ich mich, ob ich die verordneten Arzneien noch aufstocken müsste.

Vorgeschichte
Wie ich Emma bei der Fallaufnahme mitgeteilt hatte, könnten bei der Operation, bei der man ihr vor fast 2 Jahrzehnten eine Zyste (= „Blase“, Gewebetasche) am Eierstock abgetrennt hatte, neben den üblichen Medikamenten weitere Substanzen zum Einsatz gekommen sein. Zu den normalerweise bei einem Eingriff im Bauchraum angewandten Präparaten gehören
•   Betäubungs- und Schmerzmittel sowie
•   ein Muskelrelaxanz (ein Muskel entspannendes Mittel) und
•   nach der Op eine Heparin-Substanz zum Vorbeugen einer Thrombose.
Außer diesen Medikamenten könnte Emma jedoch z.B. noch ein Sedativum (Beruhigungs- und Schlafmittel) verabreicht erhalten haben.
Da sie das nicht wusste und auch nicht in Erfahrung bringen konnte, verordnete ich ihr zum Abbau von Medikamententoxinen nur die Nosoden, bei denen ich sicher annehmen konnte, dass man ihr die Medikamente, auf die sie zurückgingen, verabreicht hatte.

Die nächste Grafik soll Ihnen einen ersten Eindruck darüber vermitteln, wie aus einem Medikament als Ausgangsstoff durch homöopathische Herstellung eine Nosode entsteht.
Wie Sie anschließend erfahren werden, benötigten die Patienten in den hier vorgestellten Fällen solche speziellen Nosoden, um die massiven Auswirkungen der ihnen zugeführten Medikamente überwinden zu können.

Nun gehe ich kurz auf das zuvor erwähnte Thema Zyste, das viele von uns betrifft, ein wenig näher ein:

Zysten

Bei Zysten handelt es sich um Hohlräume im Gewebe, in denen sich Luft oder Flüssigkeit angesammelt hat. Die in der Regel ungefährlichen Gewebeveränderungen treten am häufigsten an Eierstöcken, Brust, Nieren und Leber auf. Bei gebärfähigen Frauen entsteht auf natürliche Weise in jedem Monatszyklus eine Vorstufe von Eierstock-Zysten, nämlich Eibläschen. Normalerweise bilden sie sich von selbst zurück. Geschieht das jedoch nicht, können sich daraus Zysten entwickeln. Ab einer gewissen Größe können sie Beschwerden hervorrufen. Das war bei Emma geschehen, bei der die Monatsblutung nicht aufgehört hatte. Daher hatte ein Chirurg ihr eine Zyste operativ aus ihrem Bauchraum entfernt.

Verwendete Medikamente
Da Ärzte Behandlungsunterlagen nur 10 Jahre aufzubewahren brauchen, konnte Emma nach etwa doppelt so langer Zeit nicht mehr erfahren, welche Medikamente diese ihr bei ihrem Eingriff zugeführt hatten. Der Verdacht lag jedoch nahe, dass neben den oben genannten, minimal angewandten Substanzen zumindest noch das Benzodiazepin Midazolam, das den Schlaf fördert und beruhigend, angstlösend sowie entspannend auf die Skelettmuskulatur wirkt, zum Einsatz gekommen ist. Dafür sprach,

•   dass es sich bei dem unter dem Handelsnamen Dormicum® beziehbaren Mittel um ein häufig vor Operationen – selbst Kindern – verabreichtes Präparat handelt und

•   die auf seinem Beipackzettel angegebenen Nebenwirkungen, die ich in dieser Tabelle größtenteils wiedergebe, sich mit einer Reihe von Emmas Symptomen deckten. Diese Übereinstimmungen finden Sie hier in roter Schrift aufgeführt:

Weitere Behandlung
Da also gut die Hälfte von Emmas Symptomen den auf dem Beipackzettel von Dormicum® aufgeführten Nebenwirkungen entsprachen, verordnete ich ihr zusätzlich zu den bereits angewandten Arzneien noch die aus diesem Schlafmittel hergestellte, gleichnamige Nosode Dormicum®. Die nächste Grafik gibt Ihnen einen Überblick über die in diesem Fall eingesetzten Arzneien und sonstigen Mittel:

Begriffserklärung
Bei Nosoden handelt es sich übrigens um Homöopathika, hergestellt aus besonderen Ausgangsstoffen: 
●  Aus durch Krankheit veränderten Substanzen (Sekreten und Geweben) sowie
●  potentiell krank machenden Stoffen wie Medikamenten und Toxinen. 
Sarkoden entstammen dagegen normalen, gesundheitlich kaum beeinträchtigten Körpersubstanzen, wie z.B. Organgeweben und Hormonen, die man ebenfalls homöopathisch aufbereitet hat.

Wenn Sie Einzelheiten zu den in der vorherigen Grafik aufgeführten, hier nur einmal erwähnten Verordnungen 2. – 4. erfahren möchten, klicken Sie bitte die folgenden, verlinkten Begriffe an, die Sie zu ausführlichen Informationen darüber führen:2. Schilddüsenunterfunktion-Combi
3. Gallensäure-Präparat
4. Paleo-Kost

Nun wieder zurück zu Fallbeispiel 1:

Behandlungsverlauf
Etwa 2 Wochen später teilte Emma mir mit: 
Sobald ich Dormicum® eingenommen hatte, spürte ich, wie sich meine Durchblutung verbesserte. Es kam mir so vor, als ob sich an verschiedenen Stellen der Stau in meinem Körper gelöst hätte. Dadurch hat sich auch mein zu niedriger Blutdruck normalisiert. Besonders freue ich mich, dass ich jetzt viel mehr Energie habe und meine Atemnot verschwunden ist. Selbst von dem Haarausfall merke ich nichts mehr.

Vergleich mit anderen Fällen

In 2 weiteren Fällen löste ebenfalls erst das nachverordnete Dormicum® die bestehende Heilungsblockade auf.
Vor einigen Jahren hatte ich schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht. Meistens war vorausgegangen, dass die betreffenden Patienten oft lange vor meiner Behandlung bei kurzzeitigen Eingriffen oder zum Einleiten der Geburt oder bei einem Kaiserschnitt ein Betäubungsmittel, oft zusammen mit einem Schmerzmittel, verabreicht erhalten hatten. Diese injizierten Medikamente hatten enorme Nebenwirkungen hervorgerufen. Da diese sich erst nach einiger Zeit bemerkbar gemacht hatten, hatten die Betroffenen ihre hartnäckig sich haltenden Beschwerden nicht mit den verabreichten Substanzen in Verbindung gebracht. Im Wesentlichen hingen die unerwünschten Arzneiwirkungen damit zusammen, dass die eingesetzten Präparate noch nicht aufgehört hatten zu wirken.
Das traf vor allem dann zu, wenn der Abbau der Toxine in der Leber oder die Ausscheidung durch die Nieren nicht optimal funktionierten. Mit diesem Problem sind einige meiner Patienten, die z.B. über einen Blähbauch von klein auf berichteten, bereits zur Welt gekommen.


Bei anderen Patienten ist dieses Handicap im Laufe ihres Lebens durch eine Überlastung mit abzubauenden Toxinen, oft verbunden mit Stoffwechselstörungen, entstanden.
Wenn die Leber es nicht mehr schafft, die über die Pfortader zu ihr gelangten Substanzen zu entgiften (genauer gesagt, so umzuwandeln, dass sie auf dem Gallen-/Stuhl- oder Harnweg den Körper verlassen können), dann treten infolge der nicht abgebauten Toxine die unerwünschten Arzneiwirkungen besonders massiv auf. Außerdem lösen sie eine Vergiftung aus und hemmen den meistens zuvor bereits beeinträchtigten Stoffwechsel noch zusätzlich. Beides kann vielfältige Beschwerden hervorrufen, die ich in dieser Grafik als Stausymptome bezeichne:

Nun beschreibe ich Ihnen solch einen früheren Fall, in dem eine Patientin die extremen Folgen einer ihr verabreichten Kombination aus Betäubungs- und Schmerzmittel bis zu meiner Behandlung nicht hatte überwinden können:

Fallbeispiel 2

Vor gut 10 Jahren waren mir die bislang auffallendsten Auswirkungen bei einer Patientin begegnet, die ich hier Uta nenne. Diese Frau im mittleren Alter konnte die Bewegung ihrer Gliedmaßen nicht mehr steuern. Da ihr bei Armen und Beinen die Kontrolle darüber verloren gegangen war, passierte ihr es, dass ihr plötzlich etwas aus den Händen glitt oder ihre Knie einknickten und sie stürzte. Als sie mir von diesen Symptomen berichtete, ging ich zunächst davon aus, diese so wie zuvor andere Beschwerden kurieren zu können.
Erst als die Ausfallerscheinungen auf die eingesetzten Nosoden nicht ansprachen, begab ich mich auf die Suche nach einer weiteren Arznei, die eventuell Abhilfe verschaffen könnte. Dabei bemerkte ich, dass diese Störungen einige Zeit nach der Geburt von Utas 2. Kind, bei der sie eine PDA (rückenmarksnahe Betäubung) erhalten hatte, aufgetreten waren. Auf einmal fiel bei mir der Groschen, und ich begriff, dass ihre Symptome mit den bei der Geburt verwendeten Medikamenten zusammenhingen.
Sogleich verabreichte ich Uta zusätzlich zu den anderen, ihr bereits verordneten Nosoden Morphinum. Diese, aus der Droge Morphin bzw. einem stark wirksamen Schmerzmittel gewonnene Nosode setzte ich ein, bevor ich die folgenden beiden, genau zu den bei der PDA verwendeten Medikamenten passenden, Homöopathika beziehen konnte:
● 
Bupivacain®, hergestellt aus dem gleichnamigen Betäubungsmittel, und
●  Buprenorphin®, erzeugt aus dem Schmerzmittel gleichen Namens.
Damals war ich froh, dass Uta bereits auf die zusätzliche Verordnung von Morphinum gut ansprach.

Mittlerweile verordne ich all meinen – ähnlich wie Uta – betroffenen Patienten neben Morphinum, das wir aus verschiedenen Gründen alle benötigen, Bupivacain® und Buprenorphin®. Denn diese Kombination hat sich in solchen Fällen bei einer umfassenden Gesamtverordnung auf Dauer bewährt.

In die nächste Tabelle habe ich die Nebenwirkungen eingetragen, die sowohl bei Bupivacain® als auch bei Buprenorphin® auf dem Beipackzettel stehen. Dort habe ich also die gemeinsame Schnittmenge beider Medikamente aufgelistet. Die Auswirkungen, die mit Utas Beschwerden übereinstimmten, habe ich durch rote Schrift gekennzeichnet:

Vorgeschichte
Als ich Uta kennen lernte, befand sie sich wegen ihrer unerträglichen Bewegungsapparat-Beschwerden vor allem im Rücken in schulmedizinischer Behandlung. Sie teilte mir mit, dass diese ihr nicht geholfen habe, es ihr eher schlechter dadurch gehe, sie es aber noch einmal mit ihr versuchen wolle. Allenfalls die osteopathische Behandlung verschaffe ihr ein wenig Erleichterung von ihren unerträglichen Schmerzen, durch die sie selbst nachts nicht zur Ruhe käme. Sie fühle sich nur noch erledigt und könne kein normales Leben mehr führen.

Als sie auf eine Cortisol-Injektion, von der ich ihr zuvor vergeblich abgeraten hatte, hochallergisch mit starkem Hautausschlag und einer heftigen, hartnäckig sich haltenden Atemwegsinfektion reagierte, reichte es ihr, wie sie sagte, mit den ihr schadenden Medikamenten. Sie setzte alle, ihr verordneten Präparate ab und bat mich, sie homöopathisch zu behandeln.

Behandlungsverlauf

Damals fehlten mir noch einige, mittlerweile gewonnenen Erfahrungen mit der Nosodentherapie. Daher behandelte ich Uta erst allmählich ähnlich wie Emma aus Fallbeispiel 1.
Bei Uta kam es darauf an, 2 wesentliche Heilungsblockaden zu überwinden:

1. Sie begann regelrecht aufzuleben, als ich nach den zuerst verabreichten Nosoden an ihren Symptomen und dem äußeren Erscheinungsbild entdeckte, dass entgegen der Diagnose des Hausarztes ihre Schilddrüse nicht mehr – wie er gesagt hatte – gerade noch normal funktionierte, sondern sich in einer Unterfunktion befand, und ich sie entsprechend therapierte.
2. Der nächste entscheidende Behandlungsschritt bestand – wie erwähnt – darin, dass ich ihr zum Ausleiten der bei der Geburt ihres Kindes eingesetzten Medikamente anstatt der zunächst noch nicht vorhandenen, beiden Nosoden Bupivacain® und Buprenorphin® die hinsichtlich des Ausgangsstoffes ähnliche Nosode Morphinum zu verordnen. Morphinum wirkte so, als ob ihr Körper auf den befreienden Impuls dieser Arznei gewartet hätte, um nach gut einem Jahrzehnt endlich wieder in seine geordnete Balance zu gelangen.

So ging Utas sehnlichster Wunsch, ihre Beschwerden loszuwerden und wieder ein normales Leben führen zu können, zu unserer beider Überraschung sogar schneller als gehofft in Erfüllung. Ein weiteres Phänomen beeindruckte Uta und mich ebenfalls: Innerhalb von ein paar Tagen musste die zuvor gestaut wirkende, leicht übergewichtige, ehemals sehr schlanke Frau vorübergehend so viel Harn ausscheiden, dass sie mehrere Kilo Gewicht verlor.

Schlusswort

Mit den beiden hier skizzierten Fallbeispielen möchte ich Ihnen einen Einblick darin vermitteln, wie sehr uns die Folgen von nicht ausgeleiteten, hoch dosierten, stark wirkenden Medikamenten unser Leben lang heimsuchen und zusetzen können. Mit diesem Beitrag möchte ich Sie einerseits mit dieser nach meiner Erfahrung verkannten Krankheitsursache vertraut machen und Sie andererseits daran teilnehmen lassen, wie ich das durch Medikamente ausgelöste Dilemma in vielen Fällen kurieren konnte.

Wünschen Sie weitere Informationen?

Die Anwendung und Herstellung von Nosoden sowie weitere Maßnahmen, die wir für unser Genesen benötigen, habe ich in meinen Büchern, die Sie per Mail oder Telefon (06438/ 922 941 oder 0160/ 44 555 97) bestellen können, ausführlich beschrieben. Darin finden Sie zum ersten Mal ein Verordnungskonzept, das die Chance bietet, die jeweils individuell benötigten Therapie-Bausteine zu kombinieren.

Möchten Sie die von mir eingesetzten, praxiserprobten Arzneien testen?

Wenn Sie mir das kurz mitteilen, werde ich Ihnen eine Auflistung der von mir erhältlichen Testsubstanzen zusammen mit weiteren Informationen senden.

In meiner Reihe
Mit Nosoden ursächlich wirksam kurieren
habe ich 3 Werke verfasst:

1. Teil 1 : Theorie
2. Teil 2 : Arzneien
3. Teil 3 : Psyche und Konstitutionsmittel

Abbildung 1, 2, 6, 7 und 9: Quelle: https://pixabay.com/de/
Abbildung 5 und 10: Vorlage: Quelle: https://pixabay.com/de/

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