Zwischenmenschlicher Konflikt

Sicher kommt Ihnen diese Situation bekannt vor: Sie möchten mit jemand einvernehmlich auskommen, evtl. sogar behilflich sein, stattdessen reagiert die andere Person so, als würden Sie sie ihr schaden wollen. Haben Sie schon einmal versucht, solch ein Missverständnis aufzuklären? Dann haben Sie vermutlich erlebt, dass sich der Konflikt nicht gelöst, sondern noch weiter zugespitzt hat.
In einer derartigen Situation besteht eine Kommunikationsstörung. Diese ist dadurch entstanden, dass in dem Kopf des Mitmenschen ein anderes Programm ablief als bei Ihnen: Während Sie sich mit der Person austauschen wollten, meinte diese, sich vor einem feindlichen Übergriff schützen, Ihr Bemühen abwehren oder vor Ihnen die Flucht ergreifen zu müssen.

Ursache

Wenn Ihr Gegenüber auf eine der beiden letztgenannten Weisen reagiert, steuert der Hirnstamm dessen Gehirnfunktionen und hat es in einen Flucht- oder Kampfmodus versetzt.
Dieser Modus tritt bei einigen Mitmenschen weit häufiger auf als bei anderen. Wenn diese Verhaltensweise ein Grundmuster darstellt, kann sie auf die ererbte Belastung durch ein Bakterium zurückgehen: Auf Treponema pallidum, den Erreger, der meistens bereits bei Vorfahren die Geschlechtskrankheit Lues, auch Syphilis genannt, hervorgerufen hat.

Der Erreger kann dem im Mutterleib heranwachsenden Fötus seinen Stempel aufdrücken und bereits dort seine Entwicklung beeinträchtigen. Wenn das geschieht, kommt das Kind mit einer luetischen Belastung zur Welt. Je nach Ausprägung können sich nach seiner Geburt  allmählich gewisse körperliche, psychische und geistige Entwicklungsbesonderheiten bemerkbar machen.

Das Bakterium hat sich nach meinen Erkenntnissen auf etwa 4/5 der Menschen und damit auf unser soziales Miteinander generell ausgewirkt. Daher besteht in unserer Gesellschaft eine große Toleranz gegenüber den psychisch-geistigen Eigenarten, die es hervorruft. In der Folge erhalten Probleme, die es bei Betroffenen auslöst, oft erst dann besondere Beachtung, wenn sie sich zugespitzt haben. Diese können sich dann als Phobien, Panikattacken, Angst- und Zwangsstörungen oder sonstigen Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Erkrankungen äußern. Solch eine Entwicklung lässt sich mit den üblichen erzieherischen und therapeutischen Bemühungen schwer aufhalten. Anders verhält es sich jedoch – bei richtiger Anwendung – mit der Nosodentherapie, wie Sie gleich erfahren werden.

Geistige Besonderheiten

Das Lues-Bakterium prägt die geistige Entwicklung ihrer Wirte vor allem durch 2 Faktoren:

1. Die einzelnen Hirnregionen sind wenig miteinander vernetzt. Insbesondere zwischen Hirnstamm und Vorderhirn besteht nur eine schwache neuronale Verknüpfung (Nervenzellen-Verbindung). Daher neigen luetisch geprägte Wesen oft dazu, auf Einwirkungen von außen sogleich, ohne zu überlegen, spontan mit dem ältesten Teil unseres Gehirns, dem Hirnstamm zu reagieren. Das äußert sich in dem auf ihr Überleben ausgerichteten, erwähnten Kampf- oder Fluchtverhalten. Diese Reaktionsweise erkennen Sie daran, dass sich eine Person äußerst unflexibel benimmt und so heftig gebärdet, als ginge es um Leib und Leben.
Solch ein Verhalten dient in Extremsituationen dazu, uns am Leben zu erhalten, führt aber bei luetischen Persönlichkeiten oft dazu, grundlos in Stress und Panik zu geraten. Obendrein können die Überreaktionen im Handumdrehen eine zuvor harmonische Atmosphäre zerstören und den Umgang miteinander hochschaukeln und zum Eskalieren bringen.

Wenn wir verstehen, weshalb viele Mitmenschen sich so verhalten, fällt es uns leichter, damit umgehen zu können. Je stärker dieses Verhaltensmuster jedoch ausgeprägt ist, desto mehr bereitet es uns Schwierigkeiten, die wir mitunter für unüberwindbar halten. So erging es mir z.B. im Umgang mit luetisch veranlagten Schülern, als ich durch mein Bemühen, ihnen zu helfen, bei ihnen noch mehr Stress auslöste und starke Abwehrreaktionen provozierte. Als ich händeringend nach einem Ausweg aus dem Dilemma suchte, regte mich die Mutter eines Schülers, die sich mit mir vor gut 20 Jahren über Homöopathie unterhielt, indirekt dazu an, es mit dieser Behandlungsmethode zu versuchen. Was sich daraus entwickelte, werde ich Ihnen gleich schildern.


2. Die Lues-Belastung bewirkt eine weitere, oft geschätzte Eigenart, wohl um das erstgenannte Handicap der ungenügenden Vernetzung auszugleichen: Die im Vorderhirn sich befindende Region des analytischen Denkens, auf der folgenden Grafik mit „Reflectives“ (Nachdenken) bezeichnet, arbeitet besonders effizient. Infolgedessen verfügen luetische Persönlichkeiten meistens über einen Blick für Details und die Fähigkeit, besonders gut analysieren zu können. Nicht selten entwickelten sie großes Fachwissen auf speziellen Gebieten. Außerdem beherrschen sie es oft meisterhaft, alles Mögliche zu hinterfragen und können endlos diskutieren. Besonders Kinder machen sich dieses Talent zu nutze, wenn sie sich ihrer zu erledigenden Aufgaben entziehen wollen. Indem ihnen durch die unzureichende Vernetzung von Hirnregionen einerseits Zusammenhänge entgehen, sie jedoch andererseits über einen scharfen Sinn für Einzelheiten verfügen, schaffen sie es meisterhaft um ein Thema so ausgiebig herumzureden, dass darüber dessen Bezug und Sinn verloren gehen.

Wenn wir selbst nicht so veranlagt sind und den Überblick behalten wollen, sollten wir uns auf keine Diskussion mit ihnen einlassen. In Fällen, in denen mich z.B. Mediziner von ihrem Standpunkt überzeugen wollten, den ich nicht teilen konnte, habe ich ihnen nur entgegnet: „Darüber kann man verschiedener Meinung sein.“ Damit konnte ich das Streitgespräch im Keim ersticken und mir und dem Gesprächspartner eine fruchtlose Auseinandersetzung ersparen.
Nicht immer klappt das sogleich. Ein Nachbar, ein Rentner, ließ sich z.B. nicht davon abbringen, mich von seiner Meinung überzeugen zu wollen. Wenn ich darauf vorbereitet gewesen wäre, hätte ich vermutlich so gekontert: „Können wir das Thema wechseln oder soll ich gehen?“ Wenn er trotzdem nicht aufgehört hätte, auf mich einzureden, hätte ich mich einfach freundlich verabschieden sollen… Da ich aber nicht darauf eingestellt war, schaffte ich es nicht auf Anhieb, mich seiner Tirade zu entziehen.

Hinweis:
Luetische Wesen, die im Kampfmodus agieren, spüren wegen ihrer Anspannung keine sanften Reize und nehmen auch keine Zwischentöne wahr. Daher bleibt einem oft nichts anderes übrig, als sich durch konsequentes Handeln durchzusetzen. Oft die einzige Weise, mit der man sich bei ihnen behaupten und mitunter sogar punkten kann!

Auswirkungen der Lues-Belastung

Bei wenig bis durchschnittlich ausgeprägter luetischer Veranlagung fallen hauptsächlich angenehme Eigenschaften auf: Neben analytischem Denkvermögen und Fachwissen z.B. gute Einfälle und nicht selten schwarzer Humor sowie Empfindsamkeit und häufig Mitgefühl und Verständnis für andere.

Bei starker Ausprägung jedoch leben die davon Betroffenen ihre Eigenarten besonders im engeren Bekanntenkreis aus. Um sich ihren Ängsten zu entziehen und sich durchzusetzen, brauchen sie sich nur von ihren durch ihren Hirnstamm ausgelösten Impulsen steuern zu lassen.
Bei luetisch veranlagten Wesen lässt sich eine große Bandbreite unterscheiden. Viele verhalten sich überwiegend umgänglich und gemäßigt, während andere zu extremen Reaktionen neigen. Ich schildere Ihnen nun einen Fall, in dem die Angehörigen des betroffenen Patienten das Zusammenleben mit ihm kaum ertragen konnten:

Fallbeispiel

Ein Junge, 11, der in die 6. Klasse ging, rastete daheim regelmäßig aus heiterem Himmel aus. Entweder kippte seine zuvor überdreht gute Laune plötzlich in wüste Beschimpfung gegenüber seiner Mutter um oder er schrie sogleich Stunden lang herum, weil ihm etwas nicht passte, oder aber er verfiel deshalb in einen starren Zustand. „Er verhält sich plötzlich wie ein Autist“, sagte seine Mutter, „wie aus heiterem Himmel, aus einem nichtigen Anlass heraus. Seine Toleranzschwelle liegt ganz niedrig. Sobald er sich nicht ganz in seiner Balance befindet, kann er jeden Moment explodieren oder erstarren. Dann ist nichts mehr mit ihm anzufangen, und ich muss abwarten, bis er zu sich kommt. Erst dann kann ich wieder mit ihm reden.“
Ich fragte sie: „Fällt Ihnen etwas auf, bevor Ihr Sohn in solche Zustände gerät?“
Die Mutter: „Ja! Vorher sind seine Pupillen erweitert, und er wirkt so angespannt und verkrampft.“
Ich: „Das weist darauf hin, dass der Hirnstamm sein Verhalten steuert. Wenn er aggressiv reagiert, hat dieser Hirnteil ihn in den Kampfmodus versetzt, und wenn er wegläuft oder erstarrt, in den Fluchtmodus.“

Seine Mutter machte sich große Sorgen, was ich gut nachempfinden konnte, dass ihr Sohn mit seinem unberechenbaren, entgrenzten und zügellosen Verhalten im Leben nicht zurechtkommen und sich zunehmend zum Außenseiter entwickeln würde. Außerdem befürchtete sie, dass er in einer psychiatrischen Klinik landen könnte. Sie berichtete, er versuche, ständig mit allen nur möglichen Mitteln und ohne jeden Skrupel, sich seinen Aufgaben und Pflichten zu entziehen und nur seinen Interessen wie z.B. am PC Spielen nachzugehen. „Ich musste alle PCs abbauen, weil er sonst den ganzen Tag nichts anderes gemacht hätte“, sagte sie. „Solange er sich vor einen PC setzen konnte, hat er sich nicht mehr von selbst gewaschen, nicht angezogen und auch nicht gegessen.“

Behandlung

Ich versuchte, dem Jungen nacheinander mit verschiedenen homöopathischen Mitteln zu helfen, seine Balance zu finden. Die erste Arznei, auf die er ansprach, hieß Medorrhinum.
Sie passte zu seinem Hadern mit den alltäglichen Aufgaben und Pflichten und seinem Hang, seine Gelüste exzessiv auszuleben. Medorrhinum bewirkte zwar, dass er seine Aufgaben sorgfältiger und mit weniger Fehlern als zuvor erledigte, veränderte sein Verhaltensmuster aber noch nicht so, dass er mit sich selbst und seinen Mitmenschen einvernehmlich auskommen konnte.
Dann entdeckte ich, dass auch Luesinum, das Medorrhinum  ähnelt,  zu ihm passen könnte. Der folgenden Abbildung können Sie entnehmen, dass das Persönlichkeitsportrait der beiden Arzneien über eine gemeinsame Schnittmenge verfügt. In puncto Lebensmotto, dem jeweiligen Grundsatz, nachdem medorrhin und luetisch geprägte Wesen unbewusst ihr Leben ausrichten, unterscheiden sich jedoch beide Mittel voneinander:

Wirkung von Luesinum

Tatsächlich brachte Luesinum das zu Stande, was Medorrhinum nicht geschafft hatte: Das Kind, das zuvor wegen jeder Kleinigkeit ausrasten oder blockieren konnte, schien sogleich ein dickeres Fell bekommen zu haben. Es wirkte weit ausgeglichener, zufriedener und stabiler als zuvor. Der Grund: Es reagierte nicht mehr vorrangig durch seinen Hirnstamm gesteuert, sondern besonnener und überlegter als zuvor, indem es sein Vorderhirn-Potential nutzte.
Eine schlagartige, enorme Entwicklung, die mich sehr verblüffte und erstaunte!
Daraus konnte ich den Rückschluss ziehen, dass der Einsatz von Luesinum dazu geführt hatte, Lues-Erreger zum Teil abzubauen. Dadurch waren die durch sie bedingten Entwicklungsverzögerungen zurückgegangen, und das Potential des Jungen hatte sich sogleich besser entfalten können.

Das bei ihm stark ausgeprägte luetische Handicap hatte sich bei ihm in seiner motorischen Entwicklung als Kleinkind dadurch angekündigt, dass er nicht gekrabbelt war, sondern bereits mit 8 Monaten begonnen hatte zu laufen. Wenn ein Kind die Krabbelphase nicht durchmacht, fehlt ihm ein wesentlicher Entwicklungsbaustein. Denn beim Fortbewegen auf allen Vieren überquert es, indem es abwechselnd mal den rechten Arm und das linke Bein und mal den linken Arm und das rechte Bein zuerst aufsetzt, jeweils die Körpermittellinie. Das gelingt ihm nur, indem es von seinem, die Bewegung steuernden Vorderhirn Gebrauch macht. Dadurch üben Kinder bereits im Alter von 6 bis 10 Monaten, ihr Vorderhirn einzusetzen und dessen Tätigkeit mit der des Kleinhirns, das für die Ausführung der Bewegung sorgt, zu koordinieren.

Fazit

Menschen, die diese Phase überspringen, nutzen, weit seltener als normalerweise üblich, ihr Vorderhirn. Dadurch fällt es ihnen in der Schule oft schwer, die geforderten Leistungen sogleich zu erbringen. Dieses Handicap kann ihnen immensen Stress bereiten. Sobald das geschieht, ist der Hirnstamm, der sich stets in Notsituationen einschaltet, aktiv. Dann läuft ein Überlebensprogramm ab, das ihnen die Möglichkeit nimmt, besonnen und entspannt zu reagieren.

Behandlungsverlauf

In dem erwähnten Fall bestanden trotz aller Handicaps folgende günstigen Voraussetzungen für die Behandlung:
1. Die besorgte Mutter hatte sich informiert und das motorische Entwicklungsdefizit bei ihrem Sohn, der nicht gekrabbelt war, erkannt und sich um Abhilfe bemüht: Sie hatte ihn dazu angeleitet, beinahe täglich einige Minuten lang Brain Gym– (= „Gehirngymnastik“-) Übungen, bei denen er die Körpermittellinie überkreuzen musste, durchzuführen.
2. Außerdem hatte sie ihn nicht von sich aus impfen lassen. Ein Kinderarzt hatte ihn daher, ohne ihre Zustimmung, nur gegen Diphterie-Tetanus-Polio impfen können. Dadurch hatte sie ihm eine gewisse Belastung mit Krankheitserregern, die die Wirkung von Luesinum  gehemmt hätte, erspart.
3. Obendrein verfügte der Junge, der sich bei Motivation enorm einsetzen konnte, trotz seiner psychisch-geistigen Beeinträchtigungen und seiner vielen Konzentrationsfehler, über eine überdurchschnittliche Intelligenz.

Dieses Missverhältnis zwischen Verhaltensstörung bis hin zur Psychose und Begabung spiegelt eine bestimmte Besonderheit wider. Diese konnte früher bei der unbehandelt fortgeschrittenen Lues-Infektion im Endstadium, in dem sich durch den Erregerbefall das Gehirn verändert, auftreten und hat die Bezeichnung erhalten: „Genie und Wahnsinn“.

Aus den genannten Gründen sowie wegen seiner geringen Medikamentenbelastung sprach der Junge auffallend gut auf die Behandlung mit Luesinum und hin und wieder Medorrhinum an. Seine Mutter meinte dazu:
„X… verhält sich auf einmal so umgänglich und vernünftig – kein Vergleich mehr zu vorher. Ich bin heilfroh, dass endlich all die nervenaufreibenden Machtkämpfe vorüber sind. Ohne die Behandlung mit Nosoden habe ich mit all dem, was ich versucht habe, nur auf der Stelle getreten. Besonders frustriert hat mich, dass ich überhaupt kein Vorwärtskommen gesehen habe. Ich habe mich so ausgeliefert gefühlt.“

Weitere Verordnungen

3 bis 4 Jahre lang hielt diese Besserung an. Dann traten wieder Rückfälle in alte Verhaltensmuster auf, wenn auch nicht so schlimm wie früher. Das deutete darauf hin, dass der mittlerweile Jugendliche weitere Nosoden benötigte, um seine Selbstheilungskräfte so zu stärken, dass sie sich ihrer wieder erstarkten Angreifer erwehren konnten. Seine Verhaltensrückfälle wiesen darauf hin, dass dazu auch die erneut vermehrten Lues-Erreger gehörten. Ich benötigte ein paar Jahre, bis ich mich von der klassischen Homöopathie auf die Nosodentherapie, von der ich mir mehr Effizienz versprach, umgestellt hatte und folgende Verordnung (siehe Etikett auf der Flasche) zusammenstellen konnte:

Endeffekt

Tatsächlich wirkten die Nosoden so, wie ich es gehofft hatte, und sogar noch besser. Dank dieser umfassenden Verordnung hat sich der Teenager mittlerweile zu einem Mann mit stabiler, starker Persönlichkeit und enormen Leistungsvermögen und Erfolg in Studium und Beruf entwickelt. Seit den mehr als 10 Jahren, in denen ich ihn so behandelt habe, sind keine Rückfälle mehr aufgetreten. Im Gegenteil: Seine Familie ist heilfroh, dass sich das einstige Sorgenkind und Störenfried zu einem ausgesprochen angenehmen, umgänglichen, verantwortungsvollen und sozialen Wesen entwickelt hat – lauter Eigenschaften, wovon er  auch beruflich profitiert.

Andere Fälle

1. Gemäßigte luetische Veranlagung

Luesinum habe ich auch Wesen, die wie die reinsten Frohnaturen wirkten, verordnet. Bei ihnen musste ich näher hinschauen, um entdecken zu können, dass sie sich vor Übergriffen von außen – das Grundthema von Luesinumzu hüten versuchten. Dass sie diese Nosode als Konstitutionsmittel benötigten, konnte ich auch daran erkennen, dass ihre gute Laune schlagartig in eine pessimistische Stimmung umschlagen konnte.
In diesen Fällen führte eine umfassende Verordnung, die Luesinum miteinschloss, dazu, dass das vorherige Schwanken zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt abklang und ihre Achterbahn der Gefühle sich auf einem ausgeglichenen Niveau einpendelte.


2. Starke luetische Ausprägung

Alle Patienten, die regelmäßig extrem – ohne Rücksicht auf Verluste – reagierten, benötigten ebenfalls unter anderem Luesinum. Dazu nun kurz einige Beispiele:

  • Einige luetische Jungen habe ich behandelt, weil sie sich weigerten, zur Schule zu gehen.
  • Andere Jungen und auch Mädchen störten ständig den Unterricht, sodass die Lehrer, solange ich diese Schüler nicht behandelte, erwogen hatten, ihnen einen Integrationshelfer zur Seite zu stellen.
  • Wieder andere schlugen ihre Mitschüler und/oder ihre Mütter, hielten sich jedoch bei ihren Vätern zurück. Mitunter hatten die Lehrer die Eltern gebeten, diesen Kindern Methylphenidat, bekannt unter dem Handelsnamen Ritalin, verschreiben zu lassen, damit diese sich in die Klassengemeinschaft einfügen und die erforderlichen Leistungen erbringen könnten. Manche Mütter hatten zunächst dem Drängen der Lehrer nachgegeben.
  • Einige luetisch veranlagte Patienten hatten Antidepressiva – unter anderem Amitryptilin eingenommen. Eine Jugendliche (16), die unter Phobien, Panikattacken und Angststörungen litt, hatte es z.B. verordnet bekommen, um in Schule und Gesellschaft Fuß fassen zu können.
  • Ein paar luetisch geprägte Väter setzten Frau und Kinder daheim durch den Stress und die Panik, die sie verbreiteten, erheblich unter Druck. In manchen Fällen verschlimmerte sich die häusliche Situation noch durch deren Zwänge und das Bedürfnis, alles zu kontrollieren, und es kam zu Eskalationen.

Behandlungseffekt

In all den zuvor kurz erwähnten Fällen war an ein harmonisches Miteinander nicht zu denken. Das änderte sich jedoch, sobald ich die Betroffenen umfassend unter anderem mit Luesinum behandelte. Obendrein habe ich jeweils auch die aus den angewandten Psychopharmaka hergestellten Nosoden verordnet. Bei allen Patienten, die die zuvor eingenommenen Medikamente absetzten und stattdessen Homöopathika einnahmen, besserte sich die Verfassung von Grund auf.

Syphilinum (= Luesinum), richtig angewendet, vermochte die  Wogen bei Streithähnen und ausgemachten Sturköpfen, die sich selbst im Weg standen, zu glätten. Es bietet sich regelrecht für Menschen an, die schnell auf die Palme geraten, da es ihnen in der Regel dazu verhilft, mit ihrem Vorderhirn gelassen und besonnen zu reagieren. In den oben aufgelisteten Fällen hat es den Betroffenen eine konstruktivere Denkweise und einen gewissen Überblick erschlossen, ihnen ermöglicht, ihr Leistungsvermögen zu entfalten sowie in Frieden und Harmonie mit sich selbst und anderen auszukommen.


Wünschen Sie weitere Informationen?

Die Anwendung und Herstellung von Nosoden sowie weitere Maßnahmen, die wir für unser Genesen benötigen, habe ich in meinen Büchern, die Sie per Mail oder Telefon (06438/ 922 941 oder 0160/ 44 555 97) bestellen können, ausführlich beschrieben. Darin finden Sie zum ersten Mal ein Verordnungskonzept, das die Chance bietet, die jeweils individuell benötigten Therapie-Bausteine zu kombinieren.

In meiner Reihe
Mit Nosoden ursächlich wirksam kurieren
habe ich 3 Werke verfasst:

  1. Teil 1 : Theorie
  2. Teil 2 : Arzneien
  3. Teil 3 : Psyche und Konstitutionsmittel

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